Ostergrüße

Unsere Zeit ist momentan von Einschränkungen und Sorgen geprägt. Keine Familienfeste, keine Vereinsfeste, keine Vereinswanderungen und auch die Palmberghütte bleibt geschlossen. Gerade jetzt könnte das neu erschienene Buch “Ein Dorf in 50 Geschichten – Funde aus der Poltringer Ortshistorie „ (Autor Boris Dieter; Herausgeber der limitierten Auflage ist der Heimat- und Wanderverein Ammerbuch e. V.) ein Lichtblick sein. Machen Sie sich und anderen eine Freude!
Das Buch bietet sich hervorragend als Ostergeschenk an.
Wir wünschen unseren Vereinsmitgliedern und der gesamten Ammerbucher Bevölkerung zu Ostern viel Kraft, Mut und Zuversicht!

Die Vorstandschaft des Heimat- und Wanderverein Ammerbuch e.V.

Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – „Neues Poltringer Heimatbuch – Verkaufsstart“

Ab sofort gibt es das neue Heimatbuch über Poltringen an den u.g. Verkaufsstellen. Kurzweilig und informativ sind die fünfzig Texte aus der Poltringer Ortshistorie – sie reichen von der Eiszeit bis in die Gegenwart. Sie sind mit über 70 Bildern und Karten versehen, die teilweise bisher unveröffentlicht waren.

Das Buch erscheint aus Anlass des 50-jähriges Jubiläums des HWV in diesem Jahr. Der Erlös des Buches unterstützt die Vereinsarbeit des HWV. Die Auflage ist limitiert.

Zum Preis von 20 EUR ist das Buch erhältlich bei:

  • Postagentur Papier Kittel (Poltringer Hauptstr. 49)
  • Ortsvorsteher Herr Hess im Poltringer Rathaus zu den Sprechzeiten (Poltringer Hauptstraße 45)
  • bei der 1. Vorsitzenden des HWV Margot Sailer (Pfalzgrafenring 5, Tel. 07073/2127)
  • in der Palmberghütte zu den Öffnungszeiten
  • oder beim Autor (Schickhardtring 15)

Herr Groebe hat das Buch nun auch auf seiner Homepage: https://neckaralb-verlag.de/boris-dieter-50-geschichten/

Für die AG „Poltringer Ortsgeschichte“, Boris Dieter

Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – „Bittbrief an den König 1885“

Aus dem Jahre 1885 gibt es einen erhaltenen Bittbrief an den württembergischen König Karl des damaligen Postboten für Poltringen, Oberndorf und Reusten Jakob Fritz.

Original des Berichts des Hofkammerdirektors zu der Bittschrift an den König mit Beurteilung und zuratendem Entscheidungsvorschlag

Im Archiv des Hauses Württemberg in Altshausen gibt es im Bestand Hofdomänenkammer die Menge von 1.957 Bittschriften an die württembergischen Könige Wilhelm I. (Regierungszeit 1817-1864), Karl (1864-1891) und Wilhelm II. (1891-1918). Im Rahmen seiner Etatmittel verfügte der König über die „Privatdispositionskasse“, aus der er in eigener Entscheidung Unterstützungen und Spenden an Privatpersonen und Institutionen gewähren konnte. Deshalb erreichten ihn jedes Jahr sehr viele Bittschriften, die bei der Hofdomänenkammer gesammelt wurden und hier einzeln aufgeführt sind. Die Zahl der Quadrangeln (Schriftstücknummern) bezeichnet die Anzahl der Schriftstücke zur jeweiligen Bittschrift; insgesamt umfasst der Bestand über 14.000 Quadrangeln.

In dem Bittbrief (Nr. 841/15) bittet der zum Zeitpunkt der Bittschrift schon 77 Jahre alte Jakob Fritz um Überlassung eines überzähligen Pferdes oder um finanzielle Unterstützung zur eigenen Anschaffung eines älteren Pferdes. Denn er hatte seines im Wert von 500 Mark (1 Mark = ca. 6,50 EUR, d.h. heute ca. 3.300 EUR), welches er zur Erledigung der Postzustellung zwischen der Oberamtsstadt Herrenberg und Reusten, Poltringen sowie Oberndorf durch die weiten Entfernungen und sein hohes Alter benötigte, durch ein Unglück verloren.

Da der Bittbrief am 30.05.1885 verfasst wurde, daraufhin in der Hofkammer und den Königlichen Stallungen geprüft wurde, am 08.06.1885 dann ein Bericht des Hofkammer-Direktors an den König erging und dieser dann am 11.06.1885 vom ihm bewilligt sowie eine Auszahlung von 30 Mark (d.h. heute ca. 200 EUR) an Herr Fritz angewiesen wurde, zeigt das eine beeindruckende Bearbeitungsgeschwindigkeit.

Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als „Fundstücke“ beitragen möchte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de).

Für die AG „Poltringer Heimatgeschichte“, Boris Dieter

Hüttenbetrieb Dienstagstreff fällt wegen Corona aus

Die Dienstagstreffs im April, Mai und Juni fallen vorerst aus.

Katrin Flaisch | Schriftführerin

Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – „Neues Poltringer Heimatbuch – Vorbestellungen ab sofort möglich“

Ab Anfang April 2020 wird es ein neues Heimatbuch über Poltringen geben. Kurzweilig und informativ sind die fünfzig Texte aus der Poltringer Ortshistorie – sie reichen von der Eiszeit bis in die Gegenwart. Sie sind mit über 70 Bildern und Karten versehen, die teilweise bisher unveröffentlicht waren.

Die Geschichten stammen aus einer Reihe von etwa 80 Artikeln, die zwischen 2018 und 2020 im Ammerbucher Amtsblatt erschienen sind und die für dieses Buch in vielen Fällen aktualisiert, erweitert und umfangreich in Farbe bebildert wurden. Autor der Geschichten ist Boris Dieter; Herausgeber des Buches ist der Heimat- und Wanderverein Ammerbuch e.V. (HWV).

Das Buch erscheint aus Anlass des 50-jähriges Jubiläums des HWV in diesem Jahr. Aus dessen Sektion bzw. Arbeitsgemeinschaft „Poltringer Heimatgeschichte“ sind viele der Artikel initiiert worden. Daher enthält das Buch auch einen interessanten Überblick über ein halbes Jahrhundert HWV-Vereinsgeschichte. Der Erlös des Buches unterstützt die Vereinsarbeit des HWV.

  • Zum Preis von 20 EUR ist das Buch dann erhältlich bei:
  • Postagentur Papier Kittel (Poltringer Hauptstr. 49)
  • Ortsvorsteher Herr Hess im Poltringer Rathaus zu den Sprechzeiten (Poltringer Hauptstraße 45)
  • bei der 1. Vorsitzenden des HWV Margot Sailer (Pfalzgrafenring 5)
  • in der Palmberghütte zu den Öffnungszeiten
  • oder beim Autor (Schickhardtring 15)

Vorbestellungen, um sich eines der Exemplare zu sichern, können unter heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de auch jetzt schon erfolgen.

Für die AG „Poltringer Ortsgeschichte“, Boris Dieter

Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – „Poltringer Jagdunglück“

Bei einer Hirschjagd, zu der der Freiherr von Ulm zu Poltringen am 08. August 1840 im Revier Entringen eingeladen war, kam es zu einem tragischen Unglücksfall. Bei dieser Jagd, zu der der Freiherr seinen Rentamtmann Wullen, den Verwalter des Poltringer Schlossgutes, mitbrachte, fand sich auch ein ungeladener Gast ein, der Uhrmacher D.. Dieser war zwar schon bei vorherigen Jagden ohne Einladung erschienen und musste abgewiesen werden, diesmal ließ der Revierförster Schlette von Entringen aber Nachsicht walten und gestattete ihm die Teilnahme.

Nachdem einige Triebe erfolgt waren, geschah es zu Beginn eines neuen Triebs, dass der Rentamtmann unvorsichtigerweise seinen angewiesenen Stand verließ, um vorwärts ins Holz zu gehen, und aus Versehen von D. einen Kopfschuss erhielt, der ihn umgehend tötete („und nach einem matten Seufzer augenblicklich verschied“).

Der Rentamtmann hinterließ seine Frau und ein Kind.

U.a. aus der „Bayreuther Zeitung“ Nr. 194 vom 14.08.1840 Seite 776.

Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als „Fundstücke“ beitragen möchte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de).

Für die AG „Poltringer Ortsgeschichte“, Boris Dieter

Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – „Bauerkriegsteilnehmer“

Holzschnitt Bannerträger „Freiheit“ aus „Von dem großen lutherischen Narren“ Straßburg 1522 von Thomas Murner

Im Hauptstaatsarchiv in Stuttgart gibt es ein Dokument (Archivalieneinheit A 44 U 3282) vom 15. Mai 1526, das einen Poltringer als Teilnehmer des „Deutschen Bauernkriegs“ 1524-26 nennt. Ggf. wurde er in der Schlacht von Böblingen am 12. Mai 1525 gefangengenommen, in der die Bauern vernichtend geschlagen wurde:

„Simon Waltz aus Poltringen, wegen seines aufrührerischen Verhaltens während der Bauernunruhen im Turm zu Nagold gefangen, jedoch auf die Fürbitten seiner Freunde und Gönner wieder freigelassen, verspricht eidlich, keine Waffen mehr zu tragen außer einem abgebrochenen Brotmesser, keine offene Zeche mehr zu besuchen, eine Geldstrafe von 100 fl (Florentiner = Gulden; Summe entspricht ca. 5.000 EUR) zu zahlen und sich an keinem Aufruhr mehr zu beteiligen, sondern der Obrigkeit gehorsam zu sein, und schwört. (Dienstag nach Exaudi)“

Bereits am 20. April 1525 hatte sich ein Bauernhaufen in der Grafschaft Hohenberg, im Amt Herrenberg, im Schönbuch und im Ammertal gebildet, dem sich wahrscheinlich Simon Waltz anschloss. Sie wollten wohl die von den Aufständischen in Memmingen März 1525 beschlossenen durchaus moderaten „Zwölf Artikel“ durchsetzen. Diese forderten die freie Pfarrerwahl (1), die Abschaffung des Kleinzehnten, kirchliche oder gemeinnützige Verwendung der Großzehnten (2), die Aufhebung der Leibeigenschaft (3), die freie Jagd und Fischerei (4), die Rückgabe der Wälder (5), die Reduzierung der Frondienste (6), Einhaltung bestehender Besitzbedingungen (7), Neufestsetzung der Abgaben an den Grundherren (8), feste statt willkürlicher Strafen (9), Rückgabe der Allmenden (10) und Abschaffung des Todfalls (11). Der zwölfte Artikel erklärt die grundsätzliche Bereitschaft, auf alle Forderungen zu verzichten, die dem Wort Gottes nicht gemäß sind.

Sein Bauernhaufen vereinigte sich dann mit dem „Schwarzwälder Haufen“ und dem württembergischen „Hellen Christlichen Haufen“ in Herrenberg. Von dort zog man sich, nachdem die Bundestruppen des „Schwäbischen Bundes“ am 3. Mai in Rottenburg und Wurmlingen anlangten und durch das Ammertal wohl über die alte „Ammertalstrasse“ an Poltringen vorbei nach Herrenberg zogen, nach Böblingen zurück.

Dort kam es dann am 12. Mai 1525 zur entscheidenden Schlacht, in der die einheitlich geführten, gut ausgebildeten, mit Artillerie sowie Kavallerie ausgestatteten und besser bewaffneten Bundestruppen (ca. 8.000 Mann) unter Georg Truchsess von Waldburg-Zeil (genannt Bauernjörg) das Bauernheer (ca. 15.000 Mann) unter der Leitung von Hauptmann Matern Feuerbacher, Gastwirt aus Großbottwar, schlugen und ca. 3.000 Aufständischen den Tod brachten. Die Bundestruppen verloren in diesem Massaker nur 50 Mann. Matern Feuerbacher wurde interessanterweise in der Folge vom Kaiserliche Hofgericht freigesprochen und später Küchenmeister des Markgrafen von Baden.

Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als „Fundstücke“ beitragen möchte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de).

Für die AG „Poltringer Ortsgeschichte“, Boris Dieter

Hüttenbetrieb Dienstagstreff

Der nächste Dienstagstreff findet am 03.03.2020 ab 15:00 Uhr in der Palmberghütte statt.
Auf viele gutgelaunte Gäste freuen sich Moni, Gabi und Wolfgang.

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Am Freitag 06.03.2020
In der Palmberghütte Poltringen
Beginn: 20:00 Uhr

Tagesordnung:

  • Begrüßung durch die 1. Vorsitzende und Bericht
  • Bericht der Kassiererin
  • Bericht der Kassenprüferinnen
  • Bericht der Schriftführerin
  • Bericht des Jugendleiters
  • Bericht des Hüttenwartes
  • Bericht der Kulturwartin Bericht des Wanderwartes
  • Bericht der Platzwartin
  • Entlastungen
  • Ehrungen

– Pause –

  • Neuwahlen
  • Anträge/Verschiedenes

Anträge zur Tagesordnung sind bis spätestens 27.02.2020 an die 1. Vorsitzende Margot Sailer zu richten.

Katrin Flaisch | Schriftführerin

Do ganga m`r wieder na!

Der „Blechhaufa“ hat unseren Verein zu seiner 50 jährigen Jubiläumsveranstaltung am Freitag, den 21.2.2020 und der Poltringer Fasnets-Club zum Kappenabend am Samstag, den 22.2.2020 eingeladen.

Wir haben für beide Abende Tische reserviert.

Wir treffen uns dann in der PFC Halle!

Danke

Allen Helferinnen und Helfern die durch ihren unermüdlichen Einsatz beim Auf- und Abbauen des Verpflegungsstandes zum PFC Umzug und bei der Bewirtung am Sonntag während des Umzuges zu einem reibungslosen Ablauf beitrugen.

Katrin Flaisch | Schriftführerin